08.07.2026
Richard Geiss feiert zehn Jahre Lohnreinigung
Ein Jahrzehnt ist es inzwischen her, seit die Richard Geiss GmbH mit der Lohnreinigung ein neues Geschäftsfeld erschlossen hat. Seither wurden etwa 100.000 Tonnen verschiedener Bauteile aus Stahl und Edelstahl gereinigt. Damit ergänzt das Haus sein Angebot im Bereich der Lösemittelrückgewinnung.
Bastian Geiss, geschäftsführender Gesellschafter, blickt zurück: „Es ist schon verrückt, was hier entstanden ist und wir jetzt eine zehnjährige Erfolgsgeschichte der Lohnreinigung feiern können, die mittlerweile von über 150 Kunden genutzt wird. Die Idee entstand zufällig. „Ein Kunde hatte seine Firma aufgegeben und uns seine Entfettungsanlage zum Kauf angeboten. Irgendwann haben wir gesagt: Okay, die kaufen wir.“
Aus Schulungen wurden Aufträge
Der erste Ansatz bestand darin, die Anlage am Firmensitz in Offingen aufzubauen und für Schulungen sowie Versuche einzusetzen. So sollten die Mitarbeiter mehr Fachkenntnisse in der Handhabung diverser Lösemittel und Stabilisatoren erlangen. Dies änderte sich, als sein befreundeter Unternehmer aus der Metallindustrie davon hörte. Er schickte die erste Gitterbox zur Reinigung an Geiss.
Bastian Geiss erinnert sich, was danach geschah: „Das Ergebnis war so gut, dass er uns plötzlich immer mehr Bauteile zukommen ließ, weil sich die von uns gereinigten Teile viel besser in die nachfolgenden Prozesse integrieren ließen als die, die sie selbst entfettet hatten.“
Lohnreinigung ist besonderes Angebot
Nach diesem Anfangserfolg wurde eine neue Halle gebaut, die im Mai 2016 eine R5 Reinigungsanlage erhielt. Damit begann der neue Geschäftsbereich offiziell, der seit 2025 unter der Marke RG4CLEAN PARTS arbeitet. „Reinigungsprozesse in der Metallindustrie sind stets eine heikle Sache, Für viele Unternehmen lohnt es sich nicht mehr, eigene Anlagen zu betrieben. Die sind dankbar dafür, dass wir ihnen diese Arbeit abnehmen.“
Für den Anbieter ist der Lohnreinigungsservice ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Europa. „Wir sind der einzige Anbieter, der alle Felder bedient: Wir sind Lösemittelrecycler, Lösemittelentwickler, Lösemittelanbieter und gleichzeitig auch Anwender“, betont Geiss. „Über unser Labor können wir auch sämtliche Dienstleistungen wie zum Beispiel die Restschmutzanalysen vornehmen.“
Unternehmen hat 110 Mitarbeiter
Gegründet wurde das Unternehmen Richard Geiss 1959 vom gleichnamigen Unternehmer. In 3. Familiengeneration lenkt heute Bastian Geiss dessen Entwicklung und beschäftigt gut 110 Mitarbeiter. Sein Haus stellt Destillate aus Lösemittelabfällen her und beliefert u. a. Textilreinigungen damit. Pro Jahr ist eine Menge von 50.000 Tonnen Lösemitteln für die Aufbereitung genehmigt.
Vor gut einem halben Jahr hat das Unternehmen seine Kapazitäten durch eine neue Ventilbodenkolonne erweitert. Die Anlage benötigt zudem weniger Energie und Destillationsabfälle pro Charge.Der WRP-Newsletter: Hier kostenlos anmelden