14.01.2026

Heinzelmännchen erhalten neue Aufbereitung

Wasser ist in der Textilpflege oft unverzichtbar. In Zeiten des Klimawandels wird das Gut jedoch auch in Deutschland knapper. Um schonender damit umzugehen, erhält der Heinzelmännchen Wäscheservice eine neue Wasseraufbereitungsanlage. Für das Projekt sind Kosten von 1,2 Millionen Euro eingeplant.

Da der Betrieb als Inklusionsbetrieb und Mitglied der BMWK (Behinderten-Werk-Main-Kinzig) gGmbH sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderungen beschäftigt, erhält er für das Projekt eine Förderung von 882.000 Euro. Selbige kommt vom Integrationsamt des Landeswohlfahrtsverbandes (LWL) von Hessen.

80 Prozent weniger Wasserverbrauch

Die Anlage wird etwa 15 Meter lang und 10 Meter breit. Sie funktioniert auf biologischer Basis und enthält je ein Becken fürs Abwasser, Schlammwasser und das aufbereitete Wasser. „Dieses Projekt zeigt, dass sich soziale Verantwortung und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt hervorragend verknüpfen lassen“, findet Susanne Simmler, die LWL-Landesdirektorin. „Ein Anliegen, dass uns sehr wichtig ist.“

Bisher verbraucht die Wäscherei über 40.000 Kubikmeter Frischwasser im Jahr. Die neue Anlage soll bis zu 80 Prozent nach dem Gebrauch wiederaufbereiten, um es ein weiteres Mal für die Wäsche einzusetzen. Ferner können auch Grund- und Regenwasser so aufbereitet werden, dass sie ebenfalls für die Wäsche in Frage kommen.

Frank Brasch, Betriebsleiter der Heinzelmännchen: „Indem wir viel mehr Wasser als früher wiederverwenden, schonen wir die Wasserressourcen und verringern somit die Belastung des Ökosystems.“ So werde der Betrieb nachhaltiger.

Solarstrom speist neue Anlange

Dazu trägt auch bei, dass der Strom für die Anlage hauptsächlich aus der Photovoltaikanlage der Wäscherei kommen soll. Da das Wasser nach der Aufbereitung wärmer als das bisherige Frischwasser ist, wird weniger Energie für dessen Erwärmung benötigt. Dadurch verringern sich zusätzlich die Gaskosten und CO2-Emissionen.
Heinzelmännchen erhalten neue Aufbereitung
Foto/Grafik: Dorothee Müller/BWMK gGmbH
Freuen sich über die neue Wasseraufbereitung (v. l.): Martin Berg (BWMK-Geschäftsführer), Susanne Simmler (Landesdirektorin LWV), Artur Kusai (kaufmännischer Leiter), Thorsten Stolz (Landrat), Sven Bergfeld (Produktionsleiter), Mareike Meister (BWMK-Geschäftsführerin) und Dr. Christoph Heim (Projektleiter).
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